Pressestimmen und Medienecho
06.04.2009 Vogel & Vrei haben den Abend gerettet
Die erste Brandenburger Comedynacht überzeugte Publikum nur teilweise / Welf Häger enttäuschte
Vogel & Vrei, die Satiriker aus Brandenburg, waren am Samstagabend im Audimax bei der ersten Brandenburger Comedynacht eigentlich nur als Aufwärmprogramm vorgesehen. Doch dann war ihr Programm das Beste des Abends.
Gnadenlos zogen die Komiker vor rund 150 Gästen über Oberbürgermeisterin Dietlind Tiemann (CDU), über die „Verbrecher vom Ordnungsamt“ und die Krise her. Eigentlich könne in der Stadt keine Wirtschaftskrise herrschen, denn „einem Mann mit Krücken, kann man schließlich keinen Rollstuhl klauen“.
Als Vogel & Vrei, hinter denen sich Martin Bauch und Sebastian Hocke verbergen, ans Ende ihres „Warm-ups“ angelangt waren und gerade die Begrüßungskanone für den Hauptact Welf Häger zünden wollten, überbrachte ihr Laufbursche eine Nachricht. Häger würde wohl noch eine Weile auf sich warten lassen.
Überzeugend verzweifelt schickten sie den Laufburschen los, um Häger in ganz Brandenburg zu suchen. Gekonnt spielten sie die Planlosen, machten noch ein paar unanständige Witze auf Kosten der Oberbürgermeisterin.
Nach und nach durchschauten sie das ganze: Sie seien als Anheizer für Hägers Auftritt ausgenutzt worden. Während Vrei in den kühnsten Racheträumen schwelgte, versuchte Vogel, den Abend mit Antidepressiva zu überstehen. Sie würden als Helden hervorgehen und berühmt werden, wenn sie und nicht Häger die Publikumslieblinge werden, meinte Vrei und brachte Vogel dazu, in die Kanone zu klettern, die auf der Bühne stand. Mit einer Stuntshow würden sie die Herzen der Zuschauer erobern.
Die Lunte brannte bereits, als in letzter Sekunde der Laufbursche zurückkehrte, um Vogel vor dem halsbrecherischen Stunt zu bewahren und Hägers Eintreffen anzukündigen. Der vermeintliche Star des Abends ließ seiner Vorgruppe noch einen Brief zukommen, in dem er sich für das Warm-up bedankte. Erleichtert, dass ihre Intrige nicht aufgeflogen war, verabschiedeten sich Vogel und Vrei vom Publikum und überließen Welf Häger die Bühne.
Von nun ging’s bergab mit dem Abend. Der Rechtsanwalt und Kabarettist, manchen bekannt als „Liebesguru im Leopardenmantel“, übernahm das Feld, warf mit Luftküssen um sich und begann alsbald, monoton aus seinem Leben zu erzählen. In der Schule wurde er vom fiesen Herbert gequält, als Rechtsanwalt war sein erster Mandant der Kopf einer Rockerbande und in seiner Tauchschule in Südafrika hat er sich auf dicke belgische Touristinnen spezialisiert. Warum, weiß keiner.
Die Pointen verfehlten ihr Ziel. Sein Versuch, „Germany’s Next Topmodel“ mit Hilfe von Perücken zu imitieren, misslang. Die aktuellen Bewerberinnen tragen jedenfalls ganz andere Frisuren.
Zum Abschluss stimmte Häger das Lied „Kleiner Bär, save the world“ an, in dem er einen kleinen Bären anfeuerte, George W. Bush im Weißen Haus zu verprügeln. Hägers gesamtes Programm war nicht auf dem neusten Stand. (Von Patricia Schäfer)
14.09.2008 Vogel und Vrei im Sumpf der Verschwörung
Vogel & Vrei – Kabarett für Brandenburg - Zwei Lokalsatiriker kehren zurück
12.09.2008 Letztmalige Ermittlung im Sumpf der Verschwörung
Das Brandenburgs Satire-Theater "Vogel & Vrei" gibt Zusatzvorstellung im Fonte. Im August kehrten die Lokalsatiriker Vogel und Vrei erfolgreich mit ihrem aktuellen Programm "Im Sumpf der Verschwörung" zurück. In der ausverkauften Premiere öffneten sie die "Akte X der Stadt Brandenburg" und präsentierten Geschehnisse und Geschichten aus Politik und Alltag der Stadt. Das Publikum jauchzte und zollte den Protagonisten mit viel Beifall Respekt. Dienstag, 21 Uhr, findet nun die ersehnte Zusatzvorstellung statt.
Mysteriöse Ereignisse hatten Vogel und Vrei ein ganzes Jahr in den Untergrund gezwungen. Als Opfer persönlicher und politischer Intrigen, ermittelten sie schließlich in einem nebulösem Spiel im Dienst der Wahrheit. Um noch mehr Bürger von den undurchsichtigen Machenschaften in der Stadt in Kenntnis zu setzen, wiederholen sie ihr Programm im Fontane-Klub. Kurz vor der Kommunalwahl wollen die Brandenburger Lokalsatiriker letztmalig die "bis in die höchsten Kreise der Stadt" reichende Verschwörung aufdecken. Um sich selbst und ihre Zuschauer zu schützen, verschanzen sich Vogel und Vrei erneut im Fonte. Wohlwissend, dass sie nicht nur sich selbst, sondern auch jeden Mitwisser in Lebensgefahr bringen.
Auch für die letzte Vorstellung am kommenden Dienstag gibt es nur noch ein begrenztes Kartenkontingent. Bis zum 15.09. können noch Plätze telefonisch unter 03381/878962, oder per E-Mail ([email protected]) reserviert werden.
LINK ZUM MEETINGPOINT-BEITRAG:
http://www.meetingpoint-brandenburg.de/brbnews/article.php?article_file=1221201524.txt
20.08.2008 Vogel & Vrei im Sumpf der Verschwörung
THEATER: Komische Verschwörer
Die Satiriker Vogel und Vrei haben im Fonte mit einem neuen Programm ihr Comeback gefeiert
Montagabend, 20.30 Uhr: Die Angst geht um im Fonte. Die Satiriker Vogel alias Martin Bauch und Vrei alias Sebastian Hocke haben einen Drohbrief bekommen. Offensichtlich will jemand ihren Auftritt verhindern. Von der Polizei können die beiden keine Hilfe erwarten. Was tun? Als erstes werden die Sicherheitsvorkehrungen drastisch verstärkt. Alle Gäste erhalten nur noch Zutritt nach einer Untersuchung mit dem Metalldetektor.
Fonte, 20.45 Uhr: Auch in der Kneipe herrscht Hektik. Die Gäste werden gebeten, sich so hinzusetzen, dass Fluchtwege frei bleiben. Ein Mann mit markantem Kahlkopf empört sich über die Zumutung. Ist er vielleicht ein Terrorist? Einen Bart hat er zwar nicht, ein Kopftuch trägt er auch nicht. Aber wie wird Vogel wenig später feststellen: „Der Verfassungsschutz ist überfordert, wenn Männer keine Bärte und Kopftücher tragen.“
Fonte, 21.15 Uhr: Es geht los. Statt „Sumpf der Verschwörung“ steht nun „Siegfried“ auf dem Programm. Doch Vogel in der Rolle als Siegfried hält die nervliche Belastung nicht durch. Schließlich geht es auch in dieser Sage um Intrigen, Verrat und Meuchelmord. Weinend und zitternd bricht er zusammen. Es hilft alles nichts, die Verschwörung muss aufgeklärt werden, wenn Vogel nicht ernsthaft seelischen Schaden erleiden soll. Schließlich ist er schon einmal nur mit einem Krankenhaushemdchen bekleidet verwirrt im Gördenwald aufgefunden worden.
Fonte, 21.30 Uhr: Erkenntnis: Das Klima rund um Dietlind Tiemann ist gefährlich. Man denke nur an die Noch-Beigeordnete Birgit Hübner, den Ex-Oberdenkmalschützer Ralf Krombholz, den Ex-Bürgermeister Norbert Langerwisch, den Ex-Bauhof-Chef Hans-Joachim Gappert. Und nun Vogel und Vrei? Die Liste möglicher Verschwörer ist lang. Sie reicht vom Kinder- und Jugendbeauftragten Daniel Güttler über Stadtsprecher Norbert Plaul, Event-Theater-Chef Hank Teufer, Sonnensegelboss Armin Schubert bis hin zu Ecki und Walter Paaschen. Aber entweder die Verdächtigen seien nicht schlau genug für eine Verschwörung oder sie hätten kein Motiv, stellen Vogel und Vrei resigniert fest. Die Paranoia wächst, die Verdächtigungen werden immer abstruser – sogar der eigene Tontechniker scheint verwickelt zu sein –, die Lokalpolitiker werden immer deftiger abgewatscht, und das Publikum grölt vor Begeisterung.
Fonte, 22 Uhr: Die Recherchen verlaufen im Sande. Ratlosigkeit. Dann der rettende Einfall: „Wir gehen in die Politik.“ Die Kommunalwahlen stehen vor der Tür, da werden junge, tatkräftige Kandidaten gebraucht. Ein Vergleich der Wahlprogramme zeigt: Keine Partei bietet mehr Entfaltungsmöglichkeiten als die CDU, denn sie habe gar kein Programm. Schade nur, dass Walter Paaschen das Duo nicht ganz oben auf der Liste platzieren will, sondern stur an Tiemann festhält.
Fonte, 22.20 Uhr: Da hilft nur noch eins: Vogel und Vrei müssen sich mit einem eigenen Wahlprogramm profilieren. Eloquent beweisen sie: Mit einer Mauer rund um Brandenburg und der Ausgemeindung von Hohenstücken ließen sich erstaunlich viele Probleme überzeugend lösen. Die etwa 80 Gäste applaudieren begeistert. Kenner sind sich einig: So gut waren Vogel & Vrei noch nie. (Von Ann Brünink)
LINK ZUM MAZ-ARTIKEL:
06.09.2007 Film ausgezeichnet
L.H.O. erhält das Prädikat "Besonders Wertvoll" von der Filmbewertungsstelle Wiesbaden
Ein unglücklicher Zufall macht Geschichte.
Prädikat Besonders wertvoll
Ein Thema, das Filmemacher und Historiker immer wieder beschäftigt: Wie und warum wurde der charismatische Präsident der USA, John F. Kennedy, wirklich ermordet? Was sind die Hintergründe, wer sind die Drahtzieher?
Dieser kleine Film gibt die Antwort: Alles war ein Zufall, ein dummes Missgeschick. Lee Harvey Oswald, der in einem Archiv in Dallas ein wachsames Auge auf Schulbücher halten soll, verliert die Kontrolle über die Regale mit dickleibigen Werken, allen voran die Schwarten zum Thema amerikanische Geschichte. Und als er das Regal mit Hilfe eines Gewehrs als Stütze sichern will, ist das Unglück geradezu vorprogrammiert.
In knapp zwei Minuten erzählt der Film stringent und amüsant diese Neuinterpretation eines historisch relevanten Ereignisses. Mehr braucht es auch nicht, um in schwarz-weißen Bildern, die eine Hommage sind an das Kino jener Zeit, pointiert und effektvoll die originelle Idee von L.H.O.'s Missgeschick mit drastischen Folgen umzusetzen.
Der kleine, freche Film spielt gelungen und gelassen mit großen Genres und führt alle wissenschaftlichen Forschungsergebnisse über den November 1963 durch seinen Slapstick ad absurdum.
27.09. 2006 Interview mit der Märkischen Allgemeinen
27.06.2003 Ankündigung der Gruppe AK47



